Werner Petzold, Renate Klement-Schmidberger, Peter Müller und Gerhard Oberlader (von links) am Stand der SPDDie Heidenheimer SPD warb am Samstag für die Bürgerversicherung und sammelte Unterschriften gegen die Kopfpauschale. Diese Klientelpolitik von Schwarz-Gelb, so der Heidenheimer Ortsvereinsvorsitzende Manfred Bleil, wird auf dem Rücken der Bürger ausgetragen.
Die SPD stehe für die Bürgerversicherung, bei der alle nach der Höhe ihres Gesamteinkommens zur Finanzierung des Gesundheitswesens beitragen. Gesunde stehen dabei für Kranke, und Starke für Schwache ein. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen gleiche Anteile. Alle Bürger müssen die gleichen Rechte auf eine gute Versorgung haben, so Bleil weiter.
Die Kopfpauschale dagegen zerstört das Solidarprinzip und ist ungerecht, weil Bezieher niedriger Einkommen mit den gleichen Beiträgen belastet werden wie Besserverdiener. Die Kopfpauschale ist der Schritt in die Drei-Klassen-Medizin: Holzklasse für Arme, gute Versorgung mit privatem Aufschlag für diejenigen, die es sich leisten können, und Luxusklasse für Reiche.
In letzter Konsequenz bedeuten die Pläne von Gesundheitsminister Rösler weniger Leistungen und höhere Kosten für alle gesetzlich Krankenversicherten.