
Claudia Sünder, Wolfgang Staiger und Hans-Peter Neff mit Stefan Oetzel (m.) und Kurt Wehrmeister (2. v.r.)
Claudia Sünder stellt sich den Mitgliedern vor
Delegierte für Wahlkreiskonferenz gewählt
Jubilarehrung bei SPD-Mitgliederversammlung

Claudia Sünder stellt sich den Mitgliedern vor
Delegierte für Wahlkreiskonferenz gewählt
Jubilarehrung bei SPD-Mitgliederversammlung
Claudia Sünder möchte für die SPD im Wahlkreis Aalen-Heidenheim in den Deutschen Bundestag. Bei der Mitgliederversammlung der Heidenheimer SPD, die vor wenigen Tagen stattfand, stellte sie sich den Heidenheimer Sozialdemokraten zum ersten Mal offiziell vor. „Wir haben gute Erfahrung mit engagierten Frauen als Bundestagsabgeordnete“, so auch Ortsvereinsvorsitzender Hans-Peter Neff, der damit auf die Ära Marga Elser im Bundestag einging. Nach kurzer Vorstellung durch Neff trat die 38-Jährige ans Mikrofon und umriss ihre Ziele. Claudia Sünder ist überzeugt davon, dass die Sozialpolitik das zentrale Thema bei der kommenden Bundestagswahl sein wird. „Die SPD kümmert sich darum, dass jedem Menschen in gleicher Weise die Teilhabe am Wohlstand der Gesellschaft ermöglicht wird“, so Sünder. „Die Schere zwischen arm und reich öffnet sich immer weiter, obwohl der Wohlstand in unserer Gesellschaft immer weiter zunimmt.“ Besonders dramatisch sei die Situation für Hartz IV - Empfänger und Menschen im Niedriglohnbereich. Dies mache deutlich, wie wichtig es sei, dass in Deutschland ein allgemeiner und verbindlicher Mindestlohn eingeführt werde, denn aus den Hungerlöhnen von heute würden die Niedrigrenten von morgen. „Wir müssen noch mehr tun und die Position der SPD auch besser verkaufen,“ konstatierte Sünder.
In der Bildungspolitik vertritt die Kandidatin ebenfalls klare Standpunkte. „Im September wird das Bafög um 10 Prozent angehoben. Dies ist ein Erfolg, den die SPD erreicht hat, ebenso dürfen wir auch in unserem Engagement gegen Studiengebühren nicht nachlassen.“ In keinem Land sei Bildung so sehr von der sozialen Herkunft abhängig wie in Deutschland. Es sei sehr beschämend zu sehen, dass Kinder, deren Eltern über einen Hauptschulabschluss verfügten, nur zu 4 Prozent eine gymnasiale Empfehlung erhalten würden. Kinder deren Eltern über einen akademischen Abschluss verfügten, hingegen zu 72 Prozent. „Gerade bei diesem Thema gibt es noch sehr viel Handlungsbedarf“, so Sünder zum Abschluss.
Für die Wahlkreiskonferenz im Bundestagswahlkreis Aalen-Heidenheim, die am 18. Juli 2008 in Oberkochen stattfindet, wählte die Mitgliederversammlung folgende Delegierte:
Sven Beer, Manfred Bleil, Helmuth Feichtenbeiner, Renate Klement-Schmidberger, Rouven Klook, Birgit Koepsel, Ulf Koepsel, Dagmar Lübcke-Klaus, Hans-Peter Neff, Stefan Oetzel, Gerda Petzold, Werner Petzold, Monika Reichenbach-Oetzel, Tom Schönauer, Wolfgang Staiger, Andreas Stoch, Jürgen Tränkle und Kurt Wehrmeister.
Zentraler Punkt der Versammlung waren die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften in der SPD. Der Ortsvereinvorsitzende Neff schlug die Brücke zu den Eintrittsjahren der Jubilare mit einem Rückblick auf die Geschehnisse der Jahre 1968 und 1983, wobei er besonders die damaligen Heidenheimer Ereignisse hervorhob. Den großen Lacher erzielte Neff, als er aus einem Bericht des Jahres 1968 zitierte: Dort wurde über eine intensive Diskussion in Sachen Oberzentrum zwischen Heidenheim, Aalen und Schwäbisch Gmünd berichtet.
Seit 40 Jahren gehören Erwin-Reinhold Bitzer und Kurt Zimmer der SPD an, 25 Jahre sind es bei Stefan Oetzel, Thomas Rieger und Kurt Wehrmeister.
MdL Wolfgang Staiger beglückwünschte die Jubilare und überreichte mit dem Ortsvereinsvorsitzenden Hans-Peter Neff und Claudia Sünder den anwesenden Jubilaren die Urkunden und Geschenke.
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